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Ab 5500 v. Chr.
Auf den fruchtbaren Böden des Egertals lassen sich Siedlungen
seit der ältesten Jungsteinzeit nachweisen.
Ab 2300 v. Chr.
Frühbronzezeitliche Funde vom Ipf liegen vor.
Um 1200 v. Chr.
Spätbronzezeitliche Fundstellen aus der Kernstadt bekannt.
1200 750 v. Chr.
Zahlreiche Funde der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur vom
Ipf bekannt.
750 450 vor Chr.
Im Industriegebiet Süd-Ost erbrachten archäologische Ausgrabungen
Grabhügel und Brandgräber der Hallstattzeit zutage.
750 - um Chr. Geb.
Hallstatt- und latènzeitliche Siedlungsnachweise vom Ipf bekannt.
750 - 450 v.Chr.
In der keltischen Zeit entstehen mächtige Wall- und Grabensysteme
auf dem Ipf. |
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300 - 100 vor Chr.
Rettungsgrabungen des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg im
Industriegebiet förderten Keltische Siedlungen und eine Viereckschanze
zutage.
Um 200 260 n. Chr.
Im Industriegebiet Süd-Ost wurde eine römische Straßenstation
ausgegraben.
500 600
Auf dem Sandberg An der Steig wurden ca. 300 Alamannische Gräber
aufgedeckt.
775 - 850
Früheste Erwähnung Bopfingens. Eine aus der Zeit um 1150
stammende Auflistung aller Rechts- und Besitztitel der benediktinischen
Reichs-Abtei Fulda, des Codex Eberhardi, erwähnt "villa pophingen"
im Zusammenhang mit einer Schenkung.
1138
Reginhardus de Vlochperch, als frühester Vertreter der Herren
von Flochberg urkundlich erwähnt, tritt Stauferkönig Konrad
III. seine Burg ab, wozu auch Bopfingen gehörte.
1150
Entscheidungsschlacht bei Flochberg zwischen Staufern und Welfen.
Die Welfen wurden geschlagen.
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1153
Die Bezeichnung eines Ritters von Bopfingen als städtischen Amman
lässt auf die Erhebung Bopfingens zur Stadt schließen. Die
wirtschaftlich und strategisch günstige Lage Bopfingens mögen
Kaiser Friedrich I., Barbarossa, dazu bewogen haben. Bau der Staufischen
Stadtmauer.
1188
Die urkundliche Erwähnung als "burgum bobphingen" bestätigt:
Bopfingen ist zur Stadt erhoben.
1241
Bopfingen wird in den Reichssteuerlisten geführt und gilt ab
da als Reichsstadt. Erste Nennung von Juden in Bopfingen.
1279
Die älteste bekannte Urkunde mit dem Siegel des Reichsadlers
und der Inschrift ,,Sigilum civitatis de Bophingen" wurde ausgestellt.
Hinweis, dass die Bürger immer mehr Einfluss auf die städtische
Verwaltung gewannen.
1307
hatte die Stadt schon ein Sondersiechenhaus.
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1336
ist erstmals eine Schule nachweisbar.
1338
zahlten die Juden in Bopfingen 20 Gulden Steuer.
1347
Karl IV. verpfändete die Reichsfeste Flochberg an die Grafen
von Oettingen. Diese Verpfändung wurde nie abgelöst. Die Ruine
Flochberg gehört auch heute noch dem Hause Oettingen-Wallerstein.
1348 1349
grassierte der "Schwarze Tod", die Beulenpest, für
die die Juden verantwortlich gemacht wurden. Bopfingen wird als ?Marterort?
genannt
1357
wurde zum erstem Mal das Schultor erwähnt. Nebenan befand sich
das älteste Schulhaus Bopfingens. Beginn der Mauererweiterung
1371
wurde erstmals ein Spital erwähnt, dass der Heiligen Katharina
geweiht war. |
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1374
Die Reichsstadteigenschaft Bopfingens konnte trotz Verpfändung
durch Kaiser Karl IV. an Herzog Otto von Bayern aufrecht erhalten werden.
Auch Bedrohungen durch die Grafen von Oettingen konnte begegnet werden.
1378
Nach langjährigen Schwierigkeiten mit den Rittern von Bopfingen
zerstörten die Bopfinger deren Burg und erwirkten ein Bauverbot.
1385
Von 1385 bis 1499 lebten fast ununterbrochen Juden in Bopfingen.
1387
Die Ritterschaft holte zum Gegenschlag aus und zerstörte die
vor der Stadtmauer liegende Spitalanlage.
1395
Bischof Burkhard von Augsburg erlaubte den Neuaufbau der Spitalanlage
innerhalb der Stadtmauern.
1398
Von Kaiser Wenzel erwirkte Bopfingen weitere Bestätigungen alten
Rechts und die Ausdehnung weiterer Zuständigkeiten. |
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1444
wurde zum ersten Mal ein Seelhaus in Bopfingen erwähnt.
1479
entstand die Bruderschaft der Bäcker und Müller, ein Jahr
zuvor die der Schuster.
1489
Bopfingen erwarb die Reichsstandschaft und war als Mitglied der 3.
Kurie der Reichsstädte und als vollgültige freie Reichsstadt
bei Reichstagen vertreten.
1499
wurde ein Jude mit Familie von der Stadt für 3 Jahre als "Paktbürger"
aufgenommen.
1505
wurde ein ?neues? Seelhaus errichtet. Heute ist darin ein Museum von
überregionaler Bedeutung untergebracht.
1521
Die Reformation erreichte die Stadt. Der Reiseprediger Wolfgang Vogel
aus Reutlingen hielt die erste evangelische Predigt in Bopfingen. |
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1525
Bauernkrieg mit Erhebung des sogenannten Ipfhaufens, dem auch einige
Bürger der Stadt zuliefen, die später zur Rechenschaft gezogen
wurden.
1538
Nach Aufkommen der Feuerwaffen wurden an den Türmen der Stadtmauer
Schießscharten angebracht.
1545
Privileg Karl V. gegen Geldgeschäfte mit Juden.
1545/46
Bopfingen entschied sich für die "Confessio Augustana"
und trat auf Drängen Ulms dem Schmalkaldischen Bund bei. Kaiser Karl
V. stellte der Stadt ein Ultimatum, dem sie sich widersetzte. Daraufhin
plünderten die Kaiserlichen die Stadt drei Tage lang.
1555
Der Religionsfriede zu Augsburg schaffte endlich klare Verhältnisse.
Bopfingen blieb protestantisch.
1560 - 1604
Aufbau- und Blütezeit Bopfingens.
Rückkauf des "Steinhauses" (1566).
Einrichtung einer Deutsch-Schule hinter der Kirche (1567).
Bau eines neuen Rathauses (1585/86), das mit dem Sitzungssaal und der
Markthalle noch heute kommunal-behördlichen Zwecken dient.
Mädchenschule (1587)
Erneuerung der Spitalanlage (1600).
Erwerb des Amtshauses(1604).
Dazwischen Arbeiten an der Befestigungsanlage mit den Stadttürmen.
Das Wirtschaftsleben blühte auf und befähigte die Stadt, sogar
als Darlehensgeber aufzutreten. |
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1615
erste Nennung des Bopfinger "Rutenfestes"(Schulfest).
1618 - 1648
Das Unglück des Dreißigjährigen Krieges.
Viele Truppendurchmärsche und Belagerungen zogen die Stadt arg in
Mitleidenschaft. Die Pest raffte in Bopfingen einen großen Teil
der Bürgerschaft dahin. Den Juden wurde die Aufnahme in die Stadt
verweigert.
1630
Zwangsdurchführung des Restitutionsediktes.
1634
wurde in der Schlacht bei Nördlingen ein schwedisches Heer vernichtet.
1645
besetzten 7000 französische Soldaten die Stadt und plünderten
sie aus.
1648
Der Westfälische Friede bescherte Bopfingen endlich Ruhe aber
auch einen Schuldenberg von 3204 Gulden, der an die Schweden als sogenanntes
Friedensgeld zu bezahlen war. |
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1675
Eine erneute von Truppen eingeschleppte Krankheit forderte viele Todesopfer.
Weitere finanzielle Belastungen der Stadt durch Kontributionen an die
Franzosen und neue Steuerabgaben.
1704
Preußisches Lazarett im Siechenhaus. Die Ruhr wurde eingeschleppt.
1721
Anschaffung einer Bopfinger "Rutenfahne".
1734
wurde die Weißgerber-Zunftordung erstmals genannt.
1746
Kaiserliche Grenadiere in Bopfingen
1765
Durch den kaiserlichen Oekonomieplan wurden die durch den Krieg total
zerrütteten Finanzen der Stadt konsolidiert. Die Schuldenlast ging
zurück.
1796
In den Wirren der Revolutionskriege wurde Bopfingen ruiniert. Hohe
Kriegsschäden und erneute Kontributionsforderungen verursachten eine
gewaltig anmutende Verschuldung. |
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1802
Bopfingen verlor im Frieden von Lunèville seine Reichsfreiheit
und kam an Bayern.
Pranger vom Rathaus entfernt.
Ab 1803
bis 1865 wurden die gesamten Stadtbefestigungen (außer Henlesturm)
abgetragen.
1810
Das Königreich Württemberg übernahm durch den Frieden
von Compiégne die Stadt Bopfingen und deren Schulden in Höhe
von 73.000 Gulden.
1811
König Friedrich I von Württemberg besuchte am 10. Juli Bopfingen
und den lpf. Zur Erinnerung an diesen Tag wurde 1812 die lpfmesse eingeführt.
1814 1815
wurde das "Alte Schulhaus" erneuert.
1815 1817
Bau der Staatsstraße Aalen-Nördlingen. |
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1816
Hungersnot in Bopfingen
1825
wurde eine gewerbliche Berufsschule eingerichtet.
1837
Ipfmesse wurde vom Ipf auf den Sechtaplatz verlegt.
1845
wurde das "Neue Schulhaus" anstelle der Bärenwirtschaft
erbaut.
1847
wurde eine Realschule eingerichtet.
Um 1850
Beginnende Industrialisierung: lederverarbeitende Industrie, Leim-
und Düngemittelfabriken. Seife, Farbe und Lacke wurden hergestellt.
1861
wohnte ein Jude in Bopfingen. |
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1863
Vollendung der Arbeiten zum Anschluss an das Streckennetz der Bahn.
Verlängerung der bereits bestehenden Remstalstrecke (Cannstatt-Wasseralfingen)
bis Nördlingen.
1875
beschloss man, Rathaus und Amtshaus durch einen Anbau zu verbinden.
1879 - 1900
Einführung der Wasserleitung
1886
wurde eine katholische Volksschule errichtet.
1887
Amtshaus und Rathaus wurden gründlich renoviert.
1893
Bopfinger Bürger errichteten das erste Elektrizitätswerk.
1899
Einführung des Telefons in Bopfingen. |
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1900
wohnten 52 Juden in Bopfingen.
1909
wurde die Realschule zweitklassig und durfte auch von Mädchen
besucht werden.
1903
erbaute die Stadt ihre ersten Kindergärten.
1914 1918
Der erste Weltkrieg. In Bopfingen machte sich der Krieg durch Mangel
auf mancherlei Gebieten bemerkbar. Kleider, Schuhe, Seife u. a. gab es
nur auf Bezugskarten.
1927
Auf der Westseite des Alten Rathauses wurde ein Ehrenmal für
die Gefallenen des Ersten Weltkrieges angebracht.
1928
durchgreifende Restaurierung des alten Rathauses. |
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1933
wurde eine städtische Nähschule eingerichtet.
1939
Die Bopfinger Juden (14 Personen) wurden nach Oberdorf zwangseingewiesen.
1939
In der Stadt lebten bis 1940 Evakuierte aus Rasstatt, Karlsruhe, Pirmasens
und Zweibrücken.
1940
Soldaten wurden zur Ausbildung in die Stadt verlegt.
1941
In der Nacht vom 14./15. Oktober wurde Bopfingen, vermutlich von englischen
Flugzeugen, bombardiert. Juden wurden in vier Deportationszügen nach
Stuttgart ins Lager Killesberg gebracht.
1942
mussten Kirchen- und Rathausglocken abgeliefert werden |
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1943
Evakuierte aus Karlsruhe und Stuttgart wurden aufgenommen.
1944
Der "Volkssturm" wurde einberufen.
1945
Am 1. April wurde der Bau von Panzersperren angeordnet.
Die Stadt wurde am 22. April an die Amerikaner übergeben.
1946
Landwirtschaftsschule eingerichtet. Bopfingen zählte 2.800 Einwohner.
Bis 1968 wuchs die Einwohnerzahl auf 4.100. Zuzug vieler Flüchtlinge
und Heimatvertriebener. Erschließung von Neubaugebieten.
1951
Bopfingen besitzt ein neues Krankenhaus.
1961
wurde mit dem Neubau für das Progymnasium begonnen.
1970 - 1974
Anschluss der Gemeinden Flochberg, Schloßberg, Kerkingen, Trochtelfingen,
Oberdorf, Baldern, Aufhausen und Unterriffingen. Die Einwohnerzahl erhöhte
sich auf über 12000. |
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Ab 1974
Bopfingen baut seine Mittelpunktfunktion aus. Zahlreiche öffentliche
Vorhaben, wie Bau des Bildungszentrums, Schulhauserweiterungsbau, Mehrzweckhallenbau,
Altstadtsanierung, DRK-Altenpflegeheim, DRK-Heim, Bahnhof mit Busbahnhof,
Kläranlagen, Erschließung von Industrie- (Gewerbehof) und Wohngebieten
erfordern über 80 Millionen Investitionsaufwand.
1986
Jubiläumsjahr für Bopfingen. 100 Jahre Stadtkapelle, 175
Jahre Ipfmesse, 125 Jahre Turnverein führte Zehntausende von Besuchern
nach Bopfingen.
1987
Eröffnung des Museums im Seelhaus.
1989
Begründung der Städtepartnerschaft mit der französischen
Stadt Beaumont/ Auvergne.
1992
Ein ausreichendes Arbeitsplatzangebot, der Zuzug von Über- und
Aussiedlern und die Ausweisung neuer Wohnbaugebiete, lässt die Einwohnerzahl
wieder auf über 12.000 anwachsen. |
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1993
Die ehemalige jüdische Synagoge in Oberdorf wird nach gelungener
Renovierung als Gedenkstätte der Öffentlichkeit übergeben.
1996
Begründung der Städtepartnerschaft mit der italienischen
Stadt Russi (Ravenna)
1997
Eröffnung des "Museums zur Geschichte der Juden im Ostalbkreis"
in der ehemaligen Synagoge Oberdorf
1999
Wiedereröffnung der Heimatstube Trochtelfingen
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