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Baugeschichte des neuen Verwaltungszentrums

Der Stadtrat beschloss im Jahr 1997 die Verwaltung zentral zusammenzulegen. Diese war in mehreren getrennten Gebäuden in der Stadt untergebracht. Das Stadtbauamt im Stadtteil Schloßberg und das Liegenschaftsamt im Obergeschoss des ehemaligen Gasthauses zum Hecht. In den Jahren 2000/2001 wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, aus dem der Entwurf des Architekten Janasik aus Villingen-Schwenningen als erster Preis hervorging.

Der Entwurf beinhaltet im Wesentlichen die Erhaltung der Grundschule als Baukörper, die Nutzung der ehemaligen Schranne im Erdgeschoss des alten Rathauses als Sitzungs- und Veranstaltungsraum für die Bürgerschaft, den Umbau des Amtshauses und den Neubau einer zentralen Eingangshalle, welche die drei Gebäude miteinander verbindet.

Architekt Janasik wurde 2002 mit der Planung durch den Stadtrat beauftragt. Aus den Mitgliedern des Gremiums wurde ein Bauausschuss gebildet, der die Planungen der Architekten und Fachingenieure begleitete. Nachdem die komplexen Zuschussfragen geklärt waren, konnte im Jahr 2005 das Baugesuch durch den Stadtrat beschlossen werden.

Mit dem Umbau und der Sanierung des ersten Bauabschnittes, dem Alten Rathaus, wurde im Jahr 2006 begonnen. Im Jahr 2007 übernahm der Bopfinger Architekt Uli Landwehr die Arbeit von seinem Kollegen Janasik. Seit Beginn wurden die Maßnahmen von Stadtarchitekt Roland Scholz intensiv betreut.

Direkt am Marktplatz von Bopfingen bilden die drei Gebäude, Altes Rathaus, Amtshaus und Grundschule einen markanten städtebaulichen Komplex.

Die Bauabschnitte

Die Gesamtmaßnahme der Sanierung und des Umbaues des Rathauskomplexes wurde in insgesamt vier Bauabschnitte gegliedert, da ein zeitgleicher Komplettbau aus Kostengründen und durch erforderliche Parallelnutzung nicht möglich war.

I.    Bauabschnitt Renovierung Altes Rathaus
II.   Bauabschnitt Umbau Alte Schule
III.  Bauabschnitt Renovierung und Umbau Amtshaus
IV.  Bauabschnitt Neubau Zwischenbau

Das Alte Rathaus

Das Rathaus in Bopfingen wurde im Renaissancestil 1585/86 von dem Nördlinger Baumeister Wolfgang Waldberger erbaut. Im Erdgeschoss, zum Marktplatz hin mit zwei großen Türen geöffnet, war die Schranne und Fleischbank eingerichtet. Der sog. Zwischenstock über der Schranne war Tanzboden und Ausstellungsraum. Das Hauptgeschoss mit dem "Soler" und dem alten Ratssaal ist mit wertvollen hölzernen Wand- und Deckenvertäferungen ausgestattet.

1928 wurde das Gebäude durchgreifend renoviert. Das Alte Rathaus ist als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung in das Denkmalbuch eingetragen.


Baumaßnahmen:

Im Jahr 2005 wurde mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten des 1. Bauabschnittes begonnen. Zuvor wurde der Zwischenbau, der Garagen, alte WC-Anlagen und eine Trafostation enthielt, abgebrochen. Nach der notwendigen Unterfangung der Stützen und der Außenwände wurde die Decke über der Schranne komplett ausgebaut und in neuen Auflagern 30 cm tiefer eingebaut. Durch den Wegfall der mittleren Stützreihe ist eine Unterspannung der Decke sowie verschiedene Stahlverstärkungen der hölzernen Tragteile notwendig geworden.

In den Dachebenen mussten sehr viele schadhafte Hölzer ersetzt werden, vor allem im Traufbereich war das Schadensbild sehr umfangreich. Hier waren im Durchschnitt täglich 4 Zimmerleute beinahe ein Jahr tätig. Das Dach erhielt eine neue Eindeckung. Der Glockenturm war so schadhaft, dass er komplett erneuert werden musste.

Im Gebäude wurden Heizflächen eingebaut, die sanitären Anlagen erneuert und eine neue Elektroversorgung installiert. Im Veranstaltungsraum wurde eine hochwertige Medientechnik eingebaut. Als Sicherheitseinrichtungen wurden im Gebäude eine Brandmeldeanlage sowie eine Sicherheitsbeleuchtung eingerichtet. Im Erdgeschoss wurden neue Fenster und Türen eingebaut, in den oberen Geschossen wurden die Fenster restauriert und innenseitig zusätzliche Fenster zum Schall- und Wärmeschutz eingebaut. Einen großen Teil der Umbauzeit nahmen die umfangreichen Restaurierungen der hölzernen Raumausstattung sowie die Malereien in der Ebene 2 in Anspruch.

In der neuen Schranne konnte im September 2007 die erste Stadtratssitzung stattfinden. Im Dezember 2007 ist das Liegenschaftsamt und der Archivar in die Räume der Ebene 1 eingezogen. Im Januar 2008 konnte Bürgermeister Dr. Bühler sein neues Büro im ehemaligen Sitzungssaal beziehen.

Die Alte Schule

Wadern

Bei dem Baukörper handelt es sich um einen Massivbau aus den Jahren 1845-1847, der in den letzten 150 Jahren mehrmals umgebaut wurde. Das Gebäude wurde auf dem Grundstück des 1841 abgebrannten Gasthauses zum Bären errichtet. Teile der Kellerräume des „Bären“ sind als Gewölbekeller noch erhalten.

Im "Schulhaus" wurde 1942 die Dienstwohnung des Lehrers zu weiteren Klassenzimmern umgebaut und der Dachstock mit Behelfsräumen in Betrieb genommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von den Amerikanern als Gefängnis und als Kaserne genutzt. Danach beherbergte das "Schulhaus" drei Schulen: die Volksschule, die Oberschule und zwei Klassen der im Krieg von Stuttgart nach Bopfingen evakuierten Sieger-Schule. 1961 zog die Realschule aus dem Gebäude aus. Das "Schulhaus" beherbergte bis 2002 die Grundschule Stadtmitte und die Städtische Musikschule.


Baumaßnahmen:

Das Gebäude wurde grundlegend saniert. Die Kellerräume wurden zum Teil abgesenkt um einen ebenerdigen Zugang von der Halle und der Schranne aus herzustellen. Im UG wurden die Nebenräume für die Veranstaltungen in der Schranne sowie die notwendigen Technikräume eingebaut.

Die Obergeschoße wurden mit einem neuen Fußbodenaufbau versehen und neue Akustikdecken sind eingebaut worden. Vom UG bis zum Dachgeschoss wurde ein Aufzug eingebaut, der über die Halle einen barrierefreien Zugang zu allen Gebäuden des Rathauskomplexes gewährleistet. Die tragenden Wände sind erhalten worden um Kosten einzusparen. Die gesamte Haustechnik ist erneuert worden, neue Fenster mit Sonnenschutz sowie eine Wärmedämmung an der Außenfassade wurden eingebaut.

Das Schulgebäude wurde im Juli 2009 bezogen.

Das Amtshaus

Das Amtshaus wurde in den Jahren 1600 bis 1602 errichtet. Im Jahr 1603 wurde das neue Gebäude von der Gräfin Adelmann erworben. Aus deren Nachlass kaufte 1606 die Stadt Bopfingen das Gebäude, damals als "Schlössle" bezeichnet, und richtete eine Schreibstube, die Kanzlei des Stadtschreibers und eine Wohnung für den Stadtschreiber ein.

Nach 1872 wurde das Amtshaus als Rathaus genutzt. 1875 wurde es mit dem Rathaus durch einen Zwischenbau verbunden. Im Jahr 1887 wurden Amtshaus und Rathaus gründlich renoviert. Eine Modernisierung erfolge 1964. 1970 wurden die Dachräume ausgebaut.


Baumaßnahmen:

Mit den ersten Arbeiten wurde im Februar 2010 begonnen. Beim Amtshaus sind massive Schäden an den Holzteilen des Daches, an den Decken und tragenden Fachwerkwänden festgestellt worden. Zusätzlich mussten Mängel, die durch frühere Sanierungen aufgetreten sind, behoben werden.

Alle beschädigten Holzteile wurden ausgebaut und durch neue Hölzer ersetzt. Die sichtbaren Balken an Wänden und Decken wurden nach historischem Vorbild wieder bemalt. Die Fachwerkwände der Flure wurden freigelegt, die Gefache neu verputzt und nach Originalvorbild wieder hergestellt. Die Ostwand aus Bruchsteinmauerwerk musste mit Druckinjektionen verpresst werden, um eine ausreichende Stabilität zu erreichen. Der Dachstuhl ist gedämmt und mit Biberschwanzziegeln eingedeckt worden. Auch hier wurde die komplette Haustechnik erneuert.

Das Gebäude wurde im September 2011 bezogen. Die Traufen und der Nordgiebel wurden, nach wieder gefundenen Resten unter den alten Putzschichten, mit Gesimsen versehen.

Die Eingangshalle

Der Zwischenbau, die sog. Halle, wurde als kompletter Neubau in einer Stahlkonstruktion, zwischen dem Alten Rathaus, dem Amtshaus und dem ehemaligen Schulgebäude errichtet. Baubeginn war im März 2011.
Die freien Fassadenflächen und das Dach sind voll verglast. Die Stege, Rampen und Treppen, welche die drei Gebäude miteinander verbinden, sind von der Stahlkonstruktion des Daches direkt abgehängt. Der Bodenbelag der Halle ist analog zur Schranne in Jurakalkstein ausgeführt. Die Treppen sind im gleichen Material belegt. Zur Verbesserung der Raumakustik ist die Wand zur Schule mit einem speziellen Akustikputz ausgeführt worden.

In der Stahlstützenreihe an der Schule ist eine Effektbeleuchtung in LED-Technik als Nachtbeleuchtung und für besondere Veranstaltungen integriert. Zur Normalbeleuchtung sind unter dem Glasdach Spiegelwerfer montiert, die das Licht von seitlich angebrachten Scheinwerfern auf den Hallenboden reflektieren.

Das Bauwerk wurde im September 2011 fertig gestellt.

 
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