Aktuelles zum Corona-Virus


Aktuelles aus Bopfingen

Mit der Verschärfung der Maßnahmen und der entsprechenden Anpassung der Corona-Verordnung des Landes reagiert die Landesregierung auf die aktuelle, weiter besorgniserregende Entwicklung des Infektionsgeschehens in Baden-Württemberg. mehr...
Bund und Länder haben erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Die Novembermaßnahmen haben das exponentielle Wachstum zwar stoppen können, die Zahlen bleiben aber weiter auf einem zu hohen Niveau. Daher haben sich Bund und Länder darauf verständigt, die Maßnahmen zu verlängern und nachzuschärfen. mehr...
Im Rahmen der Bopfinger Weihnachtszeit 2020 wird wieder täglich am großen Adventskalender am Rathaus ein Türchen geöffnet. Hierzu ist es notwendig, den Verkehr für die Durchfahrt jeweils von 17.45 bis 18.15 Uhr voll zu sperren. Für PKWs ist eine Umleitung über die Gerbergasse möglich und ausgeschildert. mehr...

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Gedanken zum Volkstrauertag 2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, vor 75 Jahren endete der 2. Weltkrieg. Der Volkstrauertag des Jahres 2020 ist also ein ganz besonderer Tag des Erinnerns an die Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft unserer Stadt. Bereits der 1. Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, forderte mehr als 9 Millionen Opfer. Es war der erste Krieg, in dem das Töten industrialisiert wurde. Insofern war er ein unheilvoller Vorbote für kommende Kriege. Der 2. Weltkrieg schließlich brach mit wohl über 70 Millionen Toten alle bis dahin bekannten Dimensionen des Schreckens. Verwüstungen, Opferzahlen, Verbrechen – sie alle erreichten ein Ausmaß, das für den Zivilisationsbruch in der Menschheitsgeschichte steht, den dieser Konflikt darstellt.

Auch in unserer Stadt haben diese beiden Kriege tiefe Spuren hinterlassen. Hunderte, meist sehr junge Männer haben darin als Soldaten ihr Leben gelassen. Wer weiß, wie sie die Entwicklung der Stadt und unserer Ortschaften beeinflusst hätten, wäre ihnen nur die Zeit dazu gegeben worden. Voller Enthusiasmus waren viele der jungen deutschen Soldaten auch in unserer Stadt in den Krieg gezogen. Voller Ideale, die sich freilich am Ende als ernüchternd falsch heraus stellten. Letztlich waren sie für die Ziele eines verbrecherischen Regimes missbraucht worden. Viele haben dafür mit dem Leben bezahlt. Viele auch, die bei weitem nicht freiwillig oder aus Überzeugung in den Krieg ziehen mussten.

Noch in den letzten Kriegstagen kam es am 21. April bei Oberdorf am Fuße des Ipf und auch am Katharinenfriedhof in Bopfingen an einer eilig errichteten Panzersperre noch zu Kämpfen. Neben Fanatikern der SS waren auch der Volkssturm und Jugendliche der HJ im Alter von 14 bis 16 Jahren daran beteiligt. Natürlich war die Verteidigung der Stadt sinnlos und insgesamt 11 Bürger starben dabei einen ebenso unsinnigen wie tragischen Tod. Darunter vier Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren.

Wie die jüngsten Ereignisse in Wien zeigen, lassen sich auch heute noch junge Menschen nur allzu leicht von radikalen und verbrecherischen Ideologen verführen und begehen in deren Namen, furchtbare Verbrechen. Auch sie meinen in ihrer Verblendung und ihrem Fanatismus, Sie würden sich für eine gute Sache einsetzen und nicht selten auch opfern. Die alljährliche Mahnung des Volkstrauertages ist daher mehr als aktuell.

Zu den militärischen Opfern kommen in Bopfingen und unseren Teilorten im 2. Weltkrieg die ermordeten jüdischen Mitbürger, jene, deren Leben als „unwert“ betrachtet wurde oder diejenigen, die mit ihrem Verhalten, ihrer Einstellung oder ihrer Meinung dem verbrecherischen Regime schlicht ein Ärgernis waren. Auch ihnen gedenken wir alljährlich am Volkstrauertag. Sie wurden Opfer, weil der Staat und seine Organe zur damaligen Zeit völlig außer Kontrolle geraten waren. Zunehmend bestimmte staatliche Willkür das Risiko zum Opfer zu werden.

Der Volkstrauertag ist aber noch aus einem anderen Grund in diesem Jahr ein ganzbesonderer Tag des Erinnerns. Die Corona-Pandemie zwingt uns leider auf die üblichen Gedenkfeiern in diesem Jahr zu verzichten. Bürgermeister und Ortsvorsteher werden lediglich im ganz kleinen Kreis in stillem Gedenken an den Mahnmalen einen Kranz niederlegen. Denn das Gedenken an unsere Opfer einfach ausfallen zu lassen ist auch in diesen schwierigen Zeiten undenkbar.

Vielleicht finden Sie Gelegenheit, beim Besuch der Friedhöfe in den nächsten Tagen und Wochen auch kurz am Mahnmal der Gefallenen inne zu halten, damit unsere Toten nicht vergessen werden.

Ihr
Dr. Gunter Bühler
Bürgermeister

Die Ortsvorsteher der Stadt Bopfingen

Totengedenken
Wir denken heute an die Opfer von
Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen
und Männer aller Völker.
Wir gedenken den Toten unserer
Stadt, die in den beiden Kriegen als
Soldaten ihr Leben gelassen haben.
Wir gedenken jenen, die auf der
Flucht oder durch Kriegshandlungen
ums Leben gekommen sind.
Wir gedenken derer, die verfolgt und
getötet wurden, weil sie einem anderen
Volk angehörten, einer anderen
Rasse zugerechnet wurden, Teil
einer Minderheit waren, oder deren
Leben wegen einer Krankheit oder
Behinderung als lebensunwert bezeichnet
wurde.
Wir gedenken derer, die im Widerstand
gegen Gewaltherrschaft und
Terrorregime ums Leben kamen.
Und wir denken an jene, die getötet
wurden, weil sie an ihren Überzeugungen
festgehalten haben.
Wir trauern um die Opfer der Kriege
und Bürgerkriege unserer Tage.
Wir gedenken derer, die an ihrem
Glauben und an ihrer Religion festhalten
wollten und dafür ihr Leben
lassen mussten.
Und wir denken an jene, die in den
letzten Wochen in Paris, Nizza, Wien
und an anderen Orten Opfer religiösen
Fanatismus im Namen des Islam
geworden sind, nur weil sie Teil
einer freien und toleranten Gesellschaft
waren.
Wir trauern mit all jenen, die um
die Toten trauern und teilen ihren
Schmerz.
Aber unser Leben steht im Zeichen
der Versöhnung unter den Menschen,
Religionen und Völkern, und
unsere Verantwortung gilt dem Frieden
unter den Menschen zu Hause
und in der Welt.

 
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