Bürgerstiftung Bopfingen

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Gedanken zum Volkstrauertag 2021

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, erneut macht es uns die Corona-Pandemie unmöglich, den Volkstrauertag in einem angemessenen Rahmen abzuhalten. Dies zeigt uns deutlich, wie verwundbar unsere Gesellschaft ist und wie die uns so zur  Selbstverständlichkeit gewordene freie Gesellschaft plötzlich unerwartete Einschränkungen erfährt. Hier und da werden in Vergleichen Corona und Kriege gleichgestellt. Das gilt sicher angesichts der ohne Zweifel gegebenen Ausnahmesituation, in die Menschen dadurch geraten. Dennoch hinkt der Vergleich.

Die Corona-Pandemie ist eine Naturkatastrophe, die einfach ausgebrochen ist, wie schon andere Pandemien in der Menschheitsgeschichte zuvor. Ihr sind wir weitestgehend ausgeliefert. Kriege brechen aber nicht einfach aus. Kriege werden gemacht. Durch Feindbilder. Autoritäre Denkmuster. Schwarz-weiß-Weltbilder. Insofern sollten wir gerade am Volkstrauertag daran denken, dass die Millionen Opfer der vergangenen Kriege um die wir trauern, von Menschen gemacht sind. Im Umkehrschluss heißt das: Wir haben es selbst in der Hand! Und das sollte uns zuversichtlich und auch mutig machen, dass wir weitere Kriege und weitere Opfer verhindern können.

In diesem Sinne werden wir auch den Volkstrauertag 2021 erneut in aller Stille begehen. Erneut müssen wir leider auf die üblichen Gedenkfeiern verzichten. Bürgermeister und Ortsvorsteher werden lediglich im ganz kleinen Kreis in stillem Gedenken an den Mahnmalen einen Kranz niederlegen. Denn das Gedenken an unsere Opfer einfach ganz ausfallen zu lassen ist auch in diesen schwierigen Zeiten undenkbar.

Vielleicht finden Sie Gelegenheit beim Besuch der Friedhöfe in den nächsten Tagen und Wochen auch kurz am Mahnmal der Gefallenen inne zu halten, damit unsere Toten nicht vergessen werden.

Ihr
Dr. Gunter Bühler
Bürgermeister

Die Ortsvorsteher der Stadt Bopfingen


Totengedenken
Wir denken heute an die Opfer von
Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen
und Männer aller Völker.
Wir gedenken den Toten unserer
Stadt, die in den beiden Kriegen als
Soldaten ihr Leben gelassen haben.
Wir gedenken jenen, die auf der
Flucht oder durch Kriegshandlungen
ums Leben gekommen sind.
Wir gedenken derer, die verfolgt und
getötet wurden, weil sie einem anderen
Volk angehörten, einer anderen
Rasse zugerechnet wurden, Teil
einer Minderheit waren, oder deren
Leben wegen einer Krankheit oder
Behinderung als lebensunwert bezeichnet
wurde.
Wir gedenken derer, die im Widerstand
gegen Gewaltherrschaft und
Terrorregime ums Leben kamen.
Und wir denken an jene, die getötet
wurden, weil sie an ihren Überzeugungen
festgehalten haben.
Wir trauern um die Opfer der Kriege
und Bürgerkriege unserer Tage.
Wir gedenken derer, die an ihrem
Glauben und an ihrer Religion festhalten
wollten und dafür ihr Leben
lassen mussten.
Und wir denken an jene, die in den
letzten Wochen in Paris, Nizza, Wien
und an anderen Orten Opfer religiösen
Fanatismus im Namen des Islam
geworden sind, nur weil sie Teil
einer freien und toleranten Gesellschaft
waren.
Wir trauern mit all jenen, die um
die Toten trauern und teilen ihren
Schmerz.
Aber unser Leben steht im Zeichen
der Versöhnung unter den Menschen,
Religionen und Völkern, und
unsere Verantwortung gilt dem Frieden
unter den Menschen zu Hause
und in der Welt.

 
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