Geschichte

Vulkan, Auswurf des Meteoriteneinschlags, Pharaonengrab und mystisch-geografischer Punkt. All diese Attribute wurden dem Bopfinger Hausberg schon zugesprochen und doch stimmt keines davon, zumindest nicht in der Welt der Wissenschaft.
Der Ipf ist ein Zeugenberg des weißen und braunen Jura, ein Einzelberg in einer Schichtstufenlandschaft getrennt durch Erosion und ursprünglich zugehörig zur Schwäbisch Alb an deren nordöstlichen Rand gelegen. Mit seinen 668 Metern Höhe bildet er einen markanten Landschaftspunkt am östlichen Rand des Ostalbkreises an der Pforte zum Ries. In Form eines Kegelstumpfes erhebt er sich über Bopfingen und war zeitlebens von Mythen und Geschichten umrankt. Die fruchtbaren Ebenen zwischen Eger und Sechta boten seit der Frühzeit besonders geeignete Siedlungsbedingungen und so ist es nicht verwunderlich, dass sich bereits ab dem Neolithikum Menschen hier niederließen.
Eine einzigartige Siedlungskontinuität prägte den Ipf. Neolithische, urnenfelderzeitliche und bandkeramische Funde gehen der Eisenzeit voraus. Und doch ist sie es, die den Ipf so poluär macht. Die Bedeutung dieses Berges für den Menschen wird nur allzu deutlich, betrachtet man seine nie endende Siedlungs- und Nutzungsgeschichte. Nach der frühgeschichtlichen Nutzung folgten die Römer, Alamannen und schließlich mittelalterliche und neuzeitliche Nutzungshinweise. Der Ipftanz prägte ebenso wie die darauffolgende Ipfmesse, die wohl in Erinnerung des Besuchs von König Friedrich I. von Württemberg 1811 folgte. Wo die Messe in der frühen Neuzeit noch auf dem Ipf stattgefunden hatte, wurde sie im Laufe der Zeit hinabverlegt in die Stadt. Auch der Besitzstreit zwischen Bopfingen und Oberdorf ist legendär und ein bis heute nicht vollständig geklärtes Mysterium. Heute ist der Ipf allen Bopfingern zu Eigen, zu jeder Jahreszeit begehbar und bereit für weitere Geschichten.