Neues aus dem Gemeinderat: Sitzungsbericht vom 26. März 2026
Der Gemeinderat der Stadt Bopfingen hat am Donnerstag, den 26. März 2026 in öffentlicher Sitzung getagt. Es wurden zahlreiche bedeutende Themen behandelt und richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Nachfolgend finden Sie einen Bericht über die wichtigsten Ergebnisse und Beschlüsse aus der Gemeinderatssitzung.
Bopfingen bleibt bei moderaten Preisen für Wasser und Abwasser Anpassung der Gebühren
Trotz einer erforderlichen Anpassung der Gebühren für Wasser- und Abwasser kann Bopfingen diese Leistungen weiterhin zu moderaten Preisen anbieten. Aufgrund gestiegener Kosten müssen dennoch die Gebühren rückwirkend zum 1. Januar angepasst bzw. erhöht werden.
Grundlage hierfür bildet eine turnusmäßige Gebührenkalkulation, die alle drei Jahre durchzuführen ist und einen möglichst vollständigen Kostendeckungsgrad von 100 % anstrebt. Dabei werden auch Unter- und Überdeckungen aus den Vorjahren berücksichtigt und ausgeglichen.
Für den Zeitraum 2026 bis 2028 wurde die Wasserverbrauchsgebühr auf 2,63 € je Kubikmeter festgelegt, womit sich die Stadt weiterhin auf einem moderaten Niveau im Vergleich zu umliegenden Kommunen bewegt.
Im Bereich der Abwassergebühren wurde die Schmutzwassergebühr für das Jahr 2026 auf 2,97 € je Kubikmeter Frischwasser sowie für die Jahre 2027 und 2028 auf 2,95 € je Kubikmeter festgesetzt. Die Niederschlagswassergebühr beträgt künftig 0,39 € je Quadratmeter bebauter und befestigter Fläche. In die Kalkulation eingeflossen sind bereits umfangreiche Investitionen von rund 6 Millionen Euro für den Umbau des Entwässerungssystems im Bereich Kerkingen/Itzlingen.
Wasserpreise umliegende Kommunen
- Bopfingen: 2,63 €
- Kirchheim: 4,75 €
- Riesbürg: 4,00 €
- Unterschneidheim: 3,78 €
- Lauchheim: 2,42 €
- Neresheim: 2,83 €
- Ellwangen: 3,27 €
- Aalen: 2,97 €
Abwasserpreise umliegende Kommunen
- Bopfingen: 2,97 €
- Kirchheim: 4,70 €
- Riesbürg: 2,34 €
- Unterschneidheim: 4,40 €
- Lauchheim: 2,63 €
- Neresheim: 4,12 €
- Ellwangen: 2,75 €
- Aalen: 1,61 €
Konsequenter Ausbau des schnellen Internets in Bopfingen geht weiter
Das schnelle Internet wird in Bopfingen weiter konsequent ausgebaut. Die Verwaltung informierte über den aktuellen Stand des Breitbandausbaus in der Stadt und ihren Teilorten.
Im Rahmen des Förderprogramms „Weiße Flecken“ konnten in den vergangenen Jahren rund 1.350 Hausanschlüsse für die Bürger kostenfrei mit Glasfaser erschlossen werden. Mit einer Investitionssumme von etwa 25 Millionen Euro zählt dieses Projekt zu den größten Baumaßnahmen der letzten Jahrzehnte. Die Finanzierung erfolgte zu 50 % durch den Bund, zu 40 % durch das Land und zu 10 % durch die Kommune. Aktuell sind etwa 650 Anschlüsse durch Endkunden buchbar, während rund 700 Anschlüsse in Flochberg und Teilen Schloßbergs noch nicht verfügbar sind.
Zusätzlich wurden im Zuge des „Sonderaufrufs Schulen“ mehrere Bildungseinrichtungen an das Glasfasernetz angebunden.
Nachfolgend zum Ausbau in den am schlechtesten versorgten Gebieten steht nun der Ausbau im Rahmen der Programme „Graue Flecken“ und „Dunkelgraue Flecken“ an. Diese Ausbauschritte mit einer Investitionssumme von rund 20 Millionen Euro sollen in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden und werden ebenfalls durch Bund und Land mit 90 % gefördert. Die Ausschreibung läuft derzeit. Die Vergabe der Bauleistungen ist für die Sitzung im Juni 2026 vorgesehen. Ziel ist es, weitere etwa 2.000 Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen.
Mit bereits bestehenden Netzen und Anbietern verfügt dann mit Abschluss der Maßnahme jeder Haushalt, jedes Unternehmen, jede Einrichtung und auch jeder Aussiedlerhof über einen schnellen Internetanschluss.
Behandlung eines Antrags der Freien Wähler: Auftrag zur Entwicklung des Standorts „Im Brühlfeld“, Kerkingen
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Behandlung eines Antrags der Fraktion der Freien Wähler zur Entwicklung des Standorts „Im Brühlfeld“ für den Neubau des Kindergartens Kerkingen sowie einer Gerätehalle für die RuHaZu Kerkingen.
Der Gemeinderat hatte sich bereits im Juli 2025 grundsätzlich für diesen Standort ausgesprochen und entsprechende Verhandlungen eingeleitet.
Nun wurde dem Antrag, zügig Baurecht zu schaffen, mehrheitlich zugestimmt. Ein weitergehender Antrag zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie beziehungsweise eines städtebaulichen Entwurfs fand hingegen keine Mehrheit.
Änderung des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft Bopfingen – Kirchheim am Ries – Riesbürg im Planbereich „Beim Altersheim“
Im Bereich der Bauleitplanung befasste sich der Gemeinderat mit der Änderung des Flächennutzungsplans im Planbereich „Beim Altersheim“. Hintergrund ist die geplante Verlagerung eines Lebensmitteldiscounters, für dessen Umsetzung ein Bebauungsplan erforderlich ist.
Da bislang kein Bebauungsplan für das Gebiet existierte, mussten Bauvorhaben nach § 34 BauGB beurteilt werden.
Der Gemeinderat stimmte sowohl den Behandlungsvorschlägen zu den eingegangenen Stellungnahmen als auch dem Entwurf der Flächennutzungsplanänderung zu. Dieser wird nun veröffentlicht und öffentlich ausgelegt, während parallel die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beteiligt werden.
Bebauungsplan „Haldenbuck“ in Unterriffingen
Ebenfalls vorangebracht wurde das Bebauungsplanverfahren „Haldenbuck“ im Teilort Unterriffingen. Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs an Wohnbauflächen sollen dort 15 neue Bauplätze entstehen. Derzeit stehen in Unterriffingen keine Bauplätze mehr zur Verfügung.
Der Gemeinderat billigte die Behandlung der im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Anregungen sowie den fortgeschriebenen Planentwurf und beauftragte die Verwaltung mit der weiteren Veröffentlichung.
Strukturgutachten Abwasserbeseitigung Bopfingen mit Teilorten
Weiter wurde die Vergabe eines Strukturgutachtens für die Abwasserbeseitigung beschlossen.
Vor dem Hintergrund steigender wasserrechtlicher Anforderungen, notwendiger Investitionen und der langfristigen Sicherstellung einer wirtschaftlichen und umweltgerechten Abwasserbehandlung soll die bestehende Infrastruktur umfassend überprüft werden.
Den Zuschlag für die Ingenieurleistungen erhielt ein Fachbüro aus Ellwangen mit einer Angebotssumme von 71.366,68 € brutto. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur zukunftsfähigen Ausrichtung der Abwasserbeseitigung in der Stadt und ihren Teilorten eingeleitet.
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